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Protokolle
Eine Zusammenfassung des ersten Kapitels, besonders der Wert- und Warenformanalyse. Lohnt sich sowohl isoliert, als hilfe zum verständnis zum nach lerneno der als nachträgliche Erinnerungsstütze. Hand-out zu KarlMarx “Das Kapital“Band1: Was ist „Wert“? Was ist die „Wert- und Warenform“? Substanz des Werts: („Substanz“ bezeichnet das „Darunterliegende“ als Basis eines Prozesses bzw. eines Phänomens, und zwar als „das Beharrende im Wandel“ der sich ständig rasch verändernden Erscheinungsformen einer Sache („Akzidenzien&ldquo . Hegel bezeichnet die Substanz deshalb als „die absolute Formtätigkeit“.) Substanz des Werts ist die Arbeit, und zwar abstrakte Arbeit (MEW 23:S.53Mitte): „Als Bildnerin von Gebrauchswerten, als nützliche Arbeit [zur Produktion von bedürfnisbefriedigenden Produkten, auch „Dienstleistungen“, schlechthin] ist die Arbeit eine von allen Gesellschaftsformen unabhängige Existenzbedingung des Menschen, ewige Naturnotwendigkeit, um den Stoffwechsel zwischen Mensch und Natur, also das menschliche Leben, zu vermitteln.“ (MEW 23:S.57) Keine, auch keine communistische, Gesellschaft kann „die Arbeit abschaffen“. Nur die historische Form der Arbeit als Zwangsarbeit, Lohnarbeit kann & muss abgeschafft werden (MEW 25:827). Als „das Reich der Notwendigkeit“ (MEW 25: 828) kann die Arbeit nur stetig vermindert werden (Aufhebung der Arbeit als Tendenz). Die Formen dieser historischen Substanz der menschlichen Gattungsgeschichte können verändert, revolutioniert und emanzipiert werden. Marx' größte Entdeckung (MEW 23:S.56: „der Springpunkt, um den sich das Verständnis der politischen Ökonomie dreht“!): Alle (! also nicht erst kapitalistisch-formbestimmte) Arbeit hat Doppelcharakter (MEW 23:S.61). Der Aspekt (das Moment) der konkreten Arbeit, die einen bestimmten Gebrauchswert produziert, und der Aspekt (das Moment) der abstrakten Arbeit, die schlechthin menschliche, physiologische (!) Verausgabung von Nerv, Muskel, Hirn, Sinnesorgan usw. ist und in einer bestimmten Zeiteinheit Tauschwert(e) produziert, diese beiden Faktoren / Momente / Aspekte werden in der Wert- und Warenform vergegenständlicht dargestellt. (Auf folgende Unterscheidung macht vor allem Lukács aufmerksam, damit die „Verdinglichung“ der modernen Gesellschaft und „der Fetischismus der Warenproduktion“ begriffen werden kann Gebrauchswert ist bereits (da schon immer menschlich-gesellschaftlich produziert) eine gesellschaftliche Gegenständlichkeit – aber noch stofflich-konkret (auch als „Dienstleistung&ldquo . Tauschwert ist darüber hinaus rein gesellschaftliche Gegenständlichkeit – nur noch abstrakt-gesellschaftlich, auch als Produkt physiologischer Vergegenständlichung menschlicher Arbeit schlechthin! (Dieser rein gesellschaftlichen Gegenständlichkeit wohnt bereits ein „phantasmagorischer“ Charakter inne, gerade weil sie zugleich immer an einen stofflich-materiellen Gebrauchswertkörper als Träger gebunden bleibt: der „Fetischcharakter“ einer „gespenstischen Gegenständlichkeit“, indem sie als ein „sinnlich-übersinnliches Ding“ erscheint [Marx].) Marx arbeitet schon bei der Analyse der Äquivalentform den fetischistischen Charakter heraus, dass das Ding auf der rechten Seite der Wertformgleichung, dieser „Wertspiegel“-Gebrauchswertkörper im Wertausdruck „eine übernatürliche Eigenschaft beider Dinge vertritt: ihren Wert, etwas rein Gesellschaftliches.“ (MEW 23:S.71unten) In der Warenproduktion gilt: Der Doppelcharakter der Arbeit erscheint / stellt sich dar / wird vergegenständlicht als Doppelcharakter der Ware: Die Ware ist Doppelding: aus dem Moment / Faktor „Gebrauchswert“ und dem Moment / Faktor „Wert“ (erscheinend / daseiend als „Tauschwert(e)“) Wesen des Werts: („Wesen“ bezeichnet „das innere Band“, den strukturellen Zusammenhang des Inhalts von Erscheinungsformen, also den innewohnenden, widerspruchsvollen Gehalt eines Phänomens. Siehe Hegel's „Wissenschaft der Logik“Band2: Wesenslogik.) Wert ist wesensmäßig das Produktionsverhältnis zwischen bereits hochgesellschaftlich aber zugleich noch privat (=blind-“naturwüchsig“ planlos als nebeneinander her produzierende konkurrierende Eigentümer_innen der Produktionsmittel) produzierenden Menschen / Personen (MEW 23:S.88). Dieses Verhältnis ist eine bestimmte historische Form der in jeder Gesellschaft materiell notwendigen gesellschaftlichen ökonomischen Regelung/Verteilung der notwendigen Arbeiten (Arbeitsarten und Arbeitszeitquanta) auf die arbeitsfähigen Individuen. Der ökonomische Wert ist also nicht von Ewigkeit zu Ewigkeit, ist nicht „natürlich“, aber er wirkt „naturhaft“ (Pseudonatur)! Erscheinungsform des Werts: „Das Wesen muss erscheinen.“ „Das Wesen ist [immer nur daseiend] in der Erscheinung“, als stofflich-materielle Erscheinungsform (Hegel, Wesenslogik). So muss auch der Wert eine Erscheinungsform haben, das ist der Tauschwert, der im / am / mit dem gegenständlichen Gebrauchswertkörper der Ware(n) vergegenständlicht, verkörpert ist. „Tauschwert ohne wenigstens deren 2 existiert nicht.“ (MEW 19:358) Wert funktioniert, realisiert sich ökonomisch letztlich nur als Austauschakt zwischen mindestens 2 Tauschwerten, die in konkreten Warenkörpern mit ihren Gebrauchswerten verkörpert sind. „Das Gemeinsame, was sich im Austauschverhältnis der Waren darstellt, ist also ihr Wert. Der Fortgang der Untersuchung wird uns also zurückführen zum Tauschwert als der notwendigen Ausdrucksweise oder Erscheinungsform des Werts, welcher [in der Darstellung in K1 analytisch] zunächst jedoch unabhängig von dieser Form [d.h. als Tauschwert] zu betrachten ist.“ (MEW 23:S.53) [Deshalb behandelt Marx im ersten Kapitel den „Wert“ zuerst auf den ersten 25 Seiten des K1 unter der Bezeichnung „Tauschwert“: „Wenn es im Eingang dieses Kapitels in der gang&gäben Manier hiess: Die Ware ist Gebrauchswert und Tauschwert, so war dies, genau gesprochen, falsch. Die Ware ist Gebrauchswert oder Gebrauchsgegenstand und 'Wert'. Sie stellt sich dar als dies Doppelte, was sie ist, sobald ihr Wert eine eigne, von ihrer Naturalform verschiedne Erscheinungsform besitzt, die des Tauschwerts; und sie besitzt diese Form niemals isoliert betrachtet, sondern stets nur [in der gesellschaftlichen Form des praktischen Handelns der Menschen, im Akt des einander-ins-Verhältnis-Setzens ihrer Produkte und damit] im Wert- oder Austauschverhältnis zu einer zweiten, verschiedenartigen Ware. Weiss man das jedoch einmal, so tut jene Sprechweise ['Tauschwert' zu sagen und 'Wert' zu meinen] keinen Harm, sondern dient zur Abkürzung [vom Abstrakten, dem Wertbegriff, zum Konkreten, dem Tauschwertbegriff, und zum Begreifen des abstrakten Konkretum 'Ware'].“ (MEW 23:S.75)] Zusammenfassung: Der Wert ist also historisch selber nur eine bestimmte Form der Produktion, herrschend als bürgerliche Produktionsweise, nämlich Warenproduktion, die beruht auf dem (noch) Privateigentum an den Produktionsmitteln und (schon) der unmittelbaren Gesellschaftlichkeit von Produktivkräften, Produktion und Verteilung (hochgradig arbeitsteilige Produktion für andere und für den Austausch mit anderen Produzent_innen). Das Funktionieren des Wertes („Wertgesetz“: MEW 23:S.89Mitte: „gesellschaftlich [durchschnittlich] notwendige Arbeitszeit als regelndes Naturgesetz“ der Warenproduktion) ist aber nur möglich, wenn es wiederum eine ökonomische Form bzw. konkret-praktische Formen hat, die letzten Endes in der perfekten Gegenständlichkeitsform des „Geldes“ realisiert werden. Damit ist die Wertform-Analyse erst noch zu leisten. Sie muss das Geldrätsel lösen („Es gibt Geld als allbeherrschendes Medium der Warenproduktion: wie ist es möglich?&ldquo MEW 23:S.55Fußnote! Nach der Analyse von Substanz, Wesen, Erscheinungsform und Größe des Wertes leistet Marx deshalb in der Folge 1. die Wertform-Analyse 2. die Fetischismus-Analyse 3. die Austauschprozess-Analyse um zu zeigen, „wie, warum, wodurch Ware Geld ist“ (MEW 23:107). „Die Wertform-Analyse klärt auf, wie der Wert der Ware im Gebrauchswert einer anderen Ware, am Ende in Geld, ausgedrückt wird. Die Fetischismus-Analyse klärt auf, warum die Arbeit im Warenwert, und damit zugleich, warum der Warenwert im Gebrauchswert einer anderen Ware, im Ende in Geld ausgedrückt werden muss. Die Austauschprozess-Analyse klärt auf, durch welche Umstände die Geldbildung notwendig wird und durch welche Praxis es gebildet wird.“ (Teinosuke Otani 1989: „Das Problem der Geldbildung und seine Lösung im 'Kapital'&ldquo Erst dann ist das Geldrätsel gelöst und begriffen: „Die Schwierigkeit liegt nicht darin zu begreifen, dass Geld Ware, sondern wie, warum, wodurch Ware Geld ist.“ (MEW 23:107) Erst auf dieser Basis ist dann auch begreifbar, dass unter bestimmten historischen Bedingungen sich-selbst-verwertender-Wert entstehen kann, d.h. wie, warum, wodurch aus einer Summe Geld „Kapital“ werden kann, was der Begriff vom Kapital und von kapitalistischer Warenproduktion, kapitalistischer Produktionsweise ist. Jedenfalls ist das Kapital – wie der Wert – kein Ding, sondern ein bestimmtes historisches Produktionsverhältnis (MEW 25:822f). Es erscheint nur der oberflächlichen Anschauung und Vorstellung als Anhäufung von Dingen (verkehrter, aber realer Schein!): als Geld-Ertrag aus den sogenannten „Produktionsfaktoren“ 1.(zinstragendes) Kapital, 2.(Lohn-)Arbeit, 3.Grund&Boden(-Rente). („Trinitarische Form“ [MEW 25:838) Die Auflösung dieser „Verdinglichung der gesellschaftlichen Verhältnisse“ (Marx) beginnt also in der Wertform-Analyse. Entscheidend ist hier das Begreifen der Rolle der Äquivalentform im Wertausdruck (d.h. in der Wertformgleichung: auf der linken Seite die RelativeWertform – auf der rechten Seite die Äquivalentform, auch „der Wertspiegel“ genannt): Die 3 Eigentümlichkeiten der Äquivalentform: 1.) „Die erste Eigentümlichkeit ... ist diese: Gebrauchswert wird zur Erscheinungsform seines Gegenteils, des Werts.“ (MEW 23:S.70unten) (Doppelcharakter der Ware!) 2.) Die „zweite Eigentümlichkeit der Äquivalentform, dass konkrete Arbeit zur Erscheinungsform ihres Gegenteils, abstrakt menschlicher Arbeit wird.“ (Doppelcharakter der Arbeit!) 3.) Und die „dritte Eigentümlichkeit der Äquivalentform, dass Privatarbeit zur Erscheinungsform ihres Gegenteils wird, zu Arbeit in unmittelbar gesellschaftlicher Form.“ (MEW 23:S.73)
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hi! hi! Dies ist die erste mail an die kapital-lesekreisteilnehmer_innen. Ich habe mittlerweile die homepage myblog.de/kapital angefangen einzurichten. Auf ihr ist jetzt z.B. das Vorwort zur Kritik der politischen Ökonomie. Es sollen weitre Texte, Verweise, Protokolle, Diskusionspunkte,+ allerlei Sonstiges folgen. Das Protokoll für Sonntag hatte ich bereits verfast dann hing sich irgendwas im Rechner auf; scheiße. Es wird daher die Tage folgen. Ich fände es gut wenn die Seite von uns genutzt würde um unsere Absprachen und Diskussionen transparent zu führen und nicht zentralisiert auf mich. Soviel zu den Formalitäten, jetzt noch mal kurz für alle die getroffenen Absprachen. Wir lesen zum nächsten mal die Einleitung der deutschen Ideologie+ Vom Kapital die Vorworte und die ersten Seiten bis S.56 vom MEW (marx-engels-werke Band 23 vom Dietz Verlag) Falls es Probleme geben sollte mit den Texten schreibt mir einfach oder auf der Seite. Wir treffen uns am So 26.nov um 14:30 für voraussichtlich 4 Stunden
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Das Kapital
Band I: Der Produktionsprozess
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Für dieses mal nahmen wir uns vor das Fetisch Kapitel fertig zulesen von S.90 und Kapitel 2 +3 also bis ende des ersten Abschnitts s.160.
Termin: 28.1.07 14:30h
Ort: Wieder in der Mühlgasse, dort wo wir uns die ersten zweimal trafen.
Anfragen an : sozialistische.studienvereinigung@frankfurt.org
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